Kletter- und BASE-Urlaub auf Sardinien

Klettern auf Sardinien

Blick von Aguglia di GoloritzeWie ich schon in dem Post Sprung von der Felsnadel Dillosauro erwähnt habe, waren wir über Silvester auf Sardinien zum Klettern und BASE jumpen. Alles in allem kann ich das auch wärmstens empfehlen, so lang man einen Bus zum schlafen besitzt oder Freunde auf der Insel hat. Ein Auto ist auch ein Muss, damit man die ganze Insel erkunden kann. Es gibt mehrere Kletterführer für Sardinien. Wir hatten zwei Führer von Maurizio Oviglia, einen für Klettergärten und einen für Trad-Klettern und Mehrseillängen. Die Insel hat so viel zu bieten, dass ich jetzt auch nur einen groben Überblick über unsere Stopps geben werde.

BASE jumpen in Cala Gonone

Zuerst waren wir in Cala Gonone, der wohl bekannteste Kletterspot auf der Insel. Der Fels war aber trotzdem nicht übertrieben speckig und für alle Schwierigkeitsgrade war etwas zu finden. Außerdem hat man die Wahl zwischen Plattenkletterei oder athletischer Kletterei im Überhang in den Höhlen entlang der Küste. An den ersten Tagen war es ziemlich windig und wir haben uns aufs Klettern fokussiert. Als der Wind schließlich zum ersten Mal nachließ habe ich mich gleich mit meinem Fallschirm auf den Weg gemacht zur nächstbesten überhängenden Felswand oberhalb von Cala Gonone. Oben angekommen ging zwar doch wieder ein wenig Wind, für den geplanten Sprung war das aber noch im Rahmen. Alles hat dann auch reibungslos funktioniert und ich war zufrieden, über meinen ersten Sprung des Urlaubs.

BASE jump in Cala GononeNachdem Sprung hab ich dann auch gleich nach dem nächsten Exit (Absprungort fürs BASE jumpen) gesucht. Ich bin einen schönen Weg direkt an der Küste entlang gegangen um mir die nebenliegenden Felswände anzuschauen. Es war eine beeindruckende Umgebung. Auf der einen Seite das raue Meer und auf der anderen die über 50m hohen, teils überhängenden Klippen. Ich habe letztlich zwei mögliche Exits ausgemacht. Am nächsten Morgen bin ich dann mit Fallschirm auf dem Feldweg oberhalb der Klippen losgestartet. Ich habe allerdings auch schnell feststellen dürfen, dass es gar nicht so leicht werden dürfte einen Exit zu finden. Die Hänge waren steil und dicht bewachsen. Deshalb entschied ich mich für den höhergelegenen Exit um mich weniger weit nach unten kämpfen zu müssen. Das bedeutete allerdings auch, dass die Landung komplizierter würde.

Der Sprung war auf jeden Fall etwas besonderes. Ich konnte den rauen Wellengang am Exit hören und Möwen sind unter mir vorbei geflogen. Und obendrein konnte ich meine Landezone nicht sehen. Nichtsdestotrotz sprach nichts mehr gegen einen Sprung, die Windbedingungen waren gut. Also ging’s los, ein sogenannter Go & Throw, gleich nach dem Absprung den Hilfsschirm werfen um den Schirm so schnell wie möglich zu öffnen, damit mir mehr Zeit für die Landung bleibt. Letztendlich hat es nicht ganz gereicht um bis zum Sandstrand zu fliegen und ich bin auf den Felsbrocken gelandet, was wiederum erfreulich gut funktioniert hat. Dieser Sprung wird mir noch länger in Erinnerung bleiben!

Baunei & Jurassic Park

Sonnenaufgang bei Pedra LongaUnser nächster Stopp war Baunei, ein idyllisches Bergdorf etwas weiter südlich von Cala Gonone. Und auch hier gab es wieder eine große Auswahl an Klettermöglichkeiten. Allen voran schon mal die berühmte Aguglia di Goloritzé, die ich zusammen mit Chris geklettert bin. Außerdem befindet sich unweit von Baunei auch Punta Giradili. Eine imposante Felswand mit langen Mehrseillängen zum Gipfel. Da das Wetter leider keine längere Tour zugelassen hätte, haben wir es auf ein Andermal verschieben müssen. Stattdessen bin ich lieber zu Fuß auf den Punta Giradili um dann meinen ersten Wingsuitsprung auf Sardinien zu machen.

Zum Abschluss unseres Urlaub sind wir dann noch weiter Richtung Süden gefahren. Zwischen Tertenia und Quirra liegt an der Küste noch ein Schmankerl versteckt, der sogenannte „Jurassic Park“. Eine 70m hohe Granitwand mit einer kleinen Felsnadel direkt neben der Wand. Ein detailierterer Bericht befindet sich bereits hier. Zusätzlich kann ich nur nochmal sagen, dass uns beiden das Klettern im Jurassic Park sehr gefallen hat. Eine einzigartige Landschaft und dazu perfekter, griffiger Granit.

Hier gibt’s jetzt noch ein Video mit etwas Klettern und den BASE Jumps.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.